Geriatrische Institutsambulanz (GIA)

Was ist eine Geriatrische Institutsambulanz?

Die Geriatrische Institutsambulanz (GIA) ist eine Ergänzung zur geriatrischen Versorgung durch den Hausarzt. Sie unterstützt ihn bei der Betreuung geriatrischer Patienten, die durch ihre Multimorbidität einen dringenden Versorgungsbedarf haben, jedoch aufgrund der Art und der Komplexität ihrer Krankheitsverläufe und der derzeitigen Versorgungsstruktur nur eingeschränkt ambulant versorgt werden können. Die GIA ermöglicht hier eine zielgerichtete Versorgung.

Wie werde ich in der GIA vorstellig?

Patienten benötigen hierzu eine Überweisung ihres Hausarztes. Dazu muss der Allgemeinmediziner zunächst ein erstes sogenanntes geriatrisches Basis-Assessment durchführen. Danach folgt eine Vorabklärung zwischen dem zuweisenden Arzt und dem Arzt der Geriatrischen Institutsambulanz (GIA). Die GIA übernimmt dann eine weitere Untersuchung und Beurteilung der Patienten. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden dann zusammen mit einer Therapieempfehlung an den Hausarzt zurückgegeben, der auf dieser Basis eine entsprechende Therapie einleitet oder genehmigt.

Leistungsspektrum der GIA der Fachklinik Bad Pyrmont:

Die spezialisierte geriatrische Versorgung umfasst die Durchführung geriatrischer Assessment-Verfahren und Untersuchung. Die Testverfahren werden durch spezialisierte Geriater, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden durchgeführt. Anhand dieser Testergebnisse und Untersuchungen wird dann ein schriftlicher Behandlungsplan für den überweisenden Vertrags-/Hausarzt erstellt. 
Die Assessments (Testverfahren) werden in folgenden Bereichen durchgeführt:

  • Mobilität
  • Gedächtnisleistung
  • Emotion
  • Ernährung
  • Schmerz
  • Selbst-Versorgungsfähigkeit (Aktivitäten des täglichen Lebens)

Eine weiterer Schwerpunkt der GIA ist die Überprüfung der bestehenden Medikation auf Wechselwirkungen hinsichtlich der Aufnahme, Abbau und Interaktionen mit frei verkäuflichen Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln.  Werden mehrere Arzneimittel gleichzeitig eingenommen, kann es zu Wechselwirkungen (Interaktionen) kommen, d.h. zur gegenseitigen Beeinflussung. Dabei kann die Wirkung verstärkt oder abgeschwächt werden, außerdem können Nebenwirkungen verstärkt werden. Pflanzliche Medikamente sogar Lebensmittel (z.B. Grapefruitsaft) können die Wirkung von Medikamenten beeinflussen. 

Hier finden Sie Informationen zu Ablauf und Anmeldung:

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