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Orthopädische Onkologie

Bei einer Vielzahl von Patienten mit bösartigen Grunderkrankungen spielt die tumoröse Manifestierung im Bereich des Haltungs- und Bewegungsapparates die Hauptrolle hinsichtlich der Festlegung des weiteren therapeutischen Vorgehens.

Ursächlich können entweder primäre Knochen- oder Weichteiltumore aber auch maligne Erkrankungen anderer Lokalisation sein, bei denen die Metastasierung hauptsächlich das Skelettsystem betrifft. Hier sind in erster Linie das Mamma-Karzinom, das Schilddrüsen-Karzinom, das Hypernephrom und das Prostata-Karzinom zu nennen. Häufig ist durch Operation oder lokale Strahlentherapie die lokale Problematik durch den Primärtumor gut beherrscht, während die Ansiedlung von Tochtergeschwülsten in den Knochen sich zu einer gravierenden Problematik entwickelt hat.

Indikationen

  • Primäre Malignome des Bewegungsapparates (Knochen- und Weichteiltumore)
  • Zustand nach Tumorendoprothetik oder Stabilisierungsoperationen an den Extremitäten, dem Becken- und der Wirbelsäule
  • Skelettmetastierungen anderer bösartiger Grunderkrankungen
  • Schwere funktionelle Defizite durch radiogene und medikamentös induzierte Osteonekrose bei Tumorpatienten
Tumorpatienten mit chronisch-degenerativen orthopädischen Erkrankungen werden dagegen einer primär orthopädisch orientierten Therapie zugeführt und konsiliarisch internistisch mitbetreut.

Bei dem orthopädisch-onkologischen Konzept steht der interdisziplinäre Grundgedanke im Vordergrund. Es erfolgt eine gemeinsame fachorthopädische, fachinternistische und psychologisch-psychotherapeutische Behandlung.

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Letzte Änderung: 12.05.2006 / 07:52 Uhr
Ausgedruckt am 08.09.2010 / 21:33