Naturheilverfahren

Zusätzliche ärztliche Behandlungsmaßnahmen

Neben den von Sebastian Kneipp (1821 - 1897) beschriebenen fünf Elementen der Naturheilkunde "Wasser, Bewegung, Ernährung, Heilkräuter und Lebensordnung" kommen zusätzliche ärztliche Behandlungsmaßnahmen zur Anwendung.

  • Homöopathie
  • Chirotherapie
  • Neuraltherapie
  • Therapeutische Lokalanästhesie
Homöopathie

Die Homöopathie (griech. homoios = ähnlich, pathos = Leiden, also ähnliches Leiden) ist eine alternative Heilmethode, die nach dem von ihrem Begründer Samuel Hahnemann aufgestellten Grundsatz, "Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt", Krankheiten zu heilen versucht. Innerhalb der Medizin läßt sich die Homöopathie als Regulationstherapie einordnen, ihr Ziel ist die Regulation und Harmonisierung der körpereigenen Funktionen mit Hilfe einer individuell gewählten Arznei.

Die homöopathische Behandlung beruht auf der Kenntnis der Symptome, die ein Mittel bei einem gesunden Menschen auslösen kann. Die Mittelwahl beruht auf einer homöopathischen Anamnese des Patienten.

Chirotherapie

Die Chirotherapie oder Manualtherapie behandelt reversible Erkrankungen des Bewegungssystems, einschließlich ihrer Folgeerscheinungen oder Auswirkungen auf innere Organe, mittels besonderer manueller Untersuchungs- und Behandlungstechniken.

Durch differenzierte Tast- und Bewegungsprüfungen sind die Funktionsstörungen einzelner Gelenke an der Wirbelsäule, den Rippen-Wirbel-Gelenken, dem Kreuzdarmbeingelenk und den Extremitätengelenken zu objektivieren.

Die Behandlung erfolgt mit weichen Mobilisations- und/oder Manipulationstechniken, wodurch reflektorische Muskelverspannungen gelöst und ausgeschaltet werden.

Neuraltherapie

Die Neuraltherapie nach Huneke wird als Regulationstherapie im Rahmen der Ganzheitstherapie eingesetzt, wobei verschiedene Lokalanästhetika in jeweils geringen Mengen verwendet werden können.

Die Behandlung kann im Sinne einer lokalen Schmerzpunktbehandlung, als Segmenttherapie oder als Störfeldbehandlung erfolgen. Störfelder im Sinne von Huneke können Narben, Granulome oder alte Entzündungsherde sein. Akupunkturpunkte können besonders wirksam in diese Infiltrationstechnik einbezogen werden.

Der frühzeitige Einsatz der Neuraltherapie kann wesentlich dazu beitragen, dass die Chronifizierung von Schmerzen vermieden wird. Durch das Ausschalten des Schmerzes kann augenblicklich eine Normalisierung der Muskelspannung und eine Verbesserung der Durchblutung erzielt werden.

Therapeutische Lokalanästhesie

Hier werden mit dem Lokalanästhetikum gezielt Schmerzpunkte, wie z. B. Triggerpunkte, Band- und Muskelansätze sowie Nervenausstrittsstellen infiltriert.

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